Zur richtigen Beurteilung des Blutdrucks und Erkennung von Veränderungen im Sinne einer Hyper- oder Hypotonie ist die Kenntnis des Normaldruckes des jeweiligen Patienten Voraussetzung. Auch muß bedacht werden, daß jedes Meßprinzip (Doppier, Oszillometrie, direkte Blutdruckmessung s. auch Kap. 6) einen Einfluß auf die zu erhaltenden Werte hat, so daß optimal ein Rassereferenzwert heranzuziehen ist, der mit dem verwendeten System ermittelt wurde. Grundsätzlich können ein tierartspezifischer, rassespezifischer und individueller Normaldruck unterschieden werden. Die genauesten Aussagen sind mit Vergleichen zum individuellen Blutdruck zu erzielen, die durch regelmäßige Messung der Tiere (mind. 1 mal/Jahr) erstellt werden. Vor allem frühdiagnostische Hinweise lassen sich so wesentlich sensibler und zu einem noch sehr frühen Zeitpunkt erkennen. Hunde und Katzen verhalten sich unterschiedlich bezüglich ihres Normalwertes.. Lesen Sie weiter ...
(Quelle: "Blutdruck auf den Punkt gebracht - ein Leitfaden für die Kleintierpraxis" von Dr. Beate Egner, 2002, ISBN 3-8263-3435-3) - siehe auch BE-VetVerlag